Übrigens ...

Hochverfügbar?

Spricht man mit IT Verantwortlichen das Thema Hochverfügbarkeit an, stellen sich im Gespräch immer etwa dieselben Meinungen und Überzeugungen, oder besser gesagt, Annahmen heraus.

Die meisten IT Verantwortlichen gehen davon aus, dass Redundanz und folglich Hochverfügbarkeit heutzutage ein integraler Bestandteil der IT Infrastruktur Technologie ist und deshalb kein Thema, das sonderlich im Fokus der Aufmerksamkeit liegen muss.

Annahmen sind aber oft die Grundlage eines wirklichen Desasters. Nämlich dann, wenn die zur Verfügung stehenden Verfahren nicht das gewünschte (angenommene) Ergebnis liefern und anstelle von geplanten, strukturierten Notfallmassnahmen Improvisation, Hektik und Stress tritt.

Um auf solche Missverständnisse aufmerksam zu machen, sprechen wir in der Folge die wichtigsten zwei „Annahmen" an:

Durch Virtualisierung sind Server heute fehlertolerant.....

Heute sind Server zuverlässiger geworden und Ausfälle sind selten. Fehlertolerante Server besitzen heute doppelte Hardwarekomponenten und bieten daher eine hohe Ausfallsicherheit. In den heutigen Server Infrastrukturen sind meist Lösungen eingesetzt, die die üblichen Standard-basierten x86-Server auf Basis von Virtualisierungs - Software zu einer Plattform verbinden.

Aber die Anforderungen sind gestiegen, die geschäftsrelevanten Anwendungen müssen heute für die Kunden beinahe rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Globalisierung und Mobilität fordern - und die technischen Zugriffsmöglichkeiten ermöglichen diesen Anspruch.

Die Virtualisierung erhöht die Verfügbarkeit der Server nicht, das Gegenteil tritt ein. Durch den Betrieb mehrere virtueller Umgebungen ist von einem Ausfall der Hardware gleich eine ganze Servergruppe betroffen.

Hält man sich vor Augen, dass in den meisten Service Level Agreements für die kritischen Anwendungen eine Verfügbarkeit von 99.99 Prozent festgelegt ist, bedeutet dies ein Ausfall von maximal 5 Minuten pro Jahr! Durch die vernetzte Technologie ist aber die Verfügbarkeit nicht nur von einem einzelnen Server oder Serverfarm abhängig, sondern auch von Um-Systemen wie Netzwerkkomponenten, oder (keine Selbstverständlichkeit) die Funktionalität der Kommunikations-Verbindungen die von den grossen Telekom Anbietern betrieben werden.

Übrigens – wie steht es bei Ihnen mit der redundanten Stromversorgung?

..... und die Cluster-Funktionalität bietet ausreichende Sicherheit

Der Störungsfall ist nicht unterbrechungsfrei! Die Umschaltung auf das Backup System benötigt eine gewisse Failover Zeit in der die Anwendungen nicht zur Verfügung stehen, da System Dienste und Anwendungen neu gestartet werden müssen und Transaktionen in der Datenbank eventuell zurückgesetzt werden müssen. Ausserdem müssen die Applikationen, um die gewünschte Fehlertoleranz der Datenbank zu erreichen, die die Clusterlösung ausserdem bewirken soll, angepasst werden.